I R L A N D  -  Die grüne Insel


Ein ROADTRIP


Hat mich früher jemand nach meinem bevorzugten Ziel für einen Urlaub gefragt dann war "Irland" meine Antwort. Die Jahre vergingen und irgendwie ist mein Traum aus meinen Gehirnwindungen entflohen.

Anfang des Jahres 2023, wir waren in Sistrans bei Manni und Anja eingeladen, hat Anja im Laufe unserer amüsanten Gespräche das Titanic-Museum in Belfast angesprochen, welches zu besuchen ein lang gehegter Wunsch von ihr ist und den sie im heurigen Jahre gerne verwirklichen möchte. 

Gabi schaute mich fragend an ob diese Insel hoch im Norden vielleicht doch noch in meinem Erinnerungsvermögen existiert. Ich schaute sie fragend an ob sie schon weiß, dass man da in sowas einsteigen muss was Flügel hat.

Die Tür zu einem Urlaub anderer Art war nun leicht geöffnet, wir wussten ja nicht ob Manni und Anja mit uns überhaupt einen Urlaub verbringen wollen. Aber das war bald geklärt - natürlich Ja - und so stimmten wir die beste Reisezeit und die Urlaubseinteilung (noch ist niemand von uns im arbeitstechnischen Ruhestand) ab. Die später unter dem Synonym Maskottchen auftretende Gabi gab dann ob ihrer bekannten Flugangst das ok, dass wir ab Innsbruck mit Zwischenstopp in Frankfurt nach Irland fliegen. Die Buchung der Flüge hat dann Manni übernommen und somit gab es kein Zurück mehr.

Ende August geht's für 11 Tage ab auf die grüne Insel. Aber damals zur Zeit der Flugbuchung und Vorbuchung des Titanic-Hotels incl. Titanic-Museum-Experience durch Anja war ja noch ein halbes Jahr hin ...

... wie die Zeit vergeht ...


Abflug am Donnerstag den 31. August um 06:40 Uhr. Abgeholt wurden wir sehr zeitig und so waren wir zum Zeitpunkt der Aufnahme untenstehenden Fotos nach dem Check-In optisch schon ziemlich fit, auch das nicht als Frühaufsteherin bekannte Maskottchen.



Für den berühmten "No a Tschigg schnell" posierten wir nochmals vor der Flughafenhalle.




Nach Frankfurt mit der Air Dolomiti und weiter mit der Lufthansa. Ist hier beim Maskottchen eine angstbedingte Erweiterung der Pupillen durch das sympathische (das gibt es wirklich) Nervensystem zu erkennen?


Locker bleiben ....



Erwartet problemloser Start (Tirol war föhnfrei) und bald war die Wolkendecke durchstoßen.



Gabi's Glücksbringer, die getragenen Socken von Luca.



Anflug auf Frankfurt, kurz vor 8:00 Uhr. 

Skyline mit dem Waldstadion


Gibt's das? Jetzt schon ein Jetlag!



Oder besser gesagt für 2 Stunden bis zum Start um 10:25 Uhr am Frankfurter Flughafen die Zeit totschlagen.

Neben mir saß jetzt aber ein eher entspanntes Maskottchen, welches kurz zuvor von den Piloten ins Cockpit eingeladen wurde um sie aufzuklären, dass Flugzeuge das sicherste Verkehrsmittel der Welt sind und ein Pilot immer vom Schlimmsten ausgeht und es somit nur besser werden kann. Hm, wie ist das gemeint? Egal, dem Maskottchen wurde ihre Aviophobie deaktiviert ... 😄 heißt keine Flugangst mehr.



Der Flug nach Dublin dauerte dann ca. 2 Stunden, wobei wir so um 11:30 Uhr landeten, ... Minus 1 Stunde wegen der Mittleren Greenwich-Zeit (GMT).

Koffer einsammeln, bei Sixt das Mietauto checken und dann erstmals raus in die irische Luft. Klar, es tröpfelt bei kühlem Wind. Typisch Irland so habe ich es erwartet. Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen (oder auch nicht? ... weiterlesen).


Ich war zwar als Ersatzfahrer bei Sixt eingetragen aber zusätzlich zum Linksverkehr ein Auto (Nissan Qashqai) mit Automatik, das wäre für mich Überforderung pur. Wie optimal, dass Manni schon Erfahrung mit dieser Linkseinreihung hatte. Während ich die gesamte Route auf der Rückbank verweilte stieg Manni ungefährdet zum "MR Roundabout" auf. 
 
 
Und ... Warum heißt dieser Blog "IrishSchafschlag"?  --> Erklärung später.


Tag 1 von Dublin nach Belfast




Von der Idee auf der über zweistündigen Fahrt mit Grenzübertritt nach Nordirland den Grabhügel NEWGRANGE  zu besuchen war ich gleich begeistert. 

Heißt erstens nach dem Flug und einem Teil der Autofahrt die Füße zu vertreten und zweitens hatte ich ein Tomb nicht in meinem selbstgebastelten Irland-Reiseführer.

Anbei ein paar Bilder und man sieht, es hat aufgehört zu regnen.







Im Hintergrund unser pfeilschneller Führer Guide?



Bitte was tut hier in dieser einsamen Gegend ein Marokkaner auf der Flucht? (Marokkaner = Zitat von Gabi)


 
Danach, also nachdem wir mit diesem desolaten Bus wieder zurückgerattert sind, haben wir noch das Visitor Center angeschaut wo Anja in einem Shop einer Mütze aus irischer Wolle nicht widerstehen konnte.

So, alle wieder im Auto, uns wundernd warum am Parkplatz ein Wagen mit Klagenfurter Kennzeichen steht, und weiter geht's zu unserem heutigen Ziel, der Hauptstadt Nordirlands. 
 
Am späteren Nachmittag erreichten wir das Titanic Hotel, unsere luxuriöse Bleibe für die nächsten 2 Nächte.
 



Einchecken war zwar etwas verwirrend, weil jetzt alles in Pfund Sterling bezahlt werden musste. Der Aufenthalt im Hotel war schon wegen seiner Geschichte her genial. In jeder Ecke des Hauses sind Geschichten, Fotos oder Gegenstände angebracht die alles dokumentieren. Die Zimmer selbst sind schön und groß, das Badezimmer etwas eigenartig aber sauber. Die Geschichte der Titanic in diesem historischen Gebäude ist immer zugegen.





Der Besuch des Museums war für den morgigen Tag geplant und somit erkundeten wir ein wenig die Umgebung des Museums. Natürlich muss ein Foto beim Titanic-Schriftzug geknipst werden.




Den Abend ließen wir noch ausklingen an der Hotelbar bei ausgezeichneter Küche mit saftigen Burgern (Anja, ich) und schmackhaften Fish-and-Chips (Gabi, Manni)



und dem vorzüglichen ;-) tschechischen Bier.



Wir sind später nochmals raus um die Belfaster Hauptsehenswürdigkeit bei dieser wunderschönen Beleuchtung festzuhalten.



An der Fassade des Gebäudes erkennt man eindeutig den Bug des Schiffes der gleichzeitig durch die Kristallstruktur auch ein Eisberg sein könnte. Genial!


Und noch ein paar Fotos von den im Erdgeschoß des Hotels befindlichen hinteren Räumen, die noch aus uralten Zeiten stammen könnten.







Es wird spät, der Tag war lang, let's go back to our room.  (wow, mein Englisch wird immer besser 😁)

(und nein, das ist nicht Fiona, die Frau vom Sumpfmonster Shrek)




Tag 2 ein Tag in Belfast (Titanic Museum)


Das angebotene Frühstück passte zum Hotel. Perfekt. 

Wir sind sehr zeitig aufgestanden um gleich bei Öffnung des Titanic Museums vor Ort zu sein, sozusagen um dem großen Besucherandrang auszuweichen. Hat sich ausgezahlt, wir konnten das äußerst eindrucksvolle Museum, welches anlässlich des 100. Jahrestages des Unterganges der Titanic im Jahre 2012 eröffnet wurde, so richtig genießen.
 
James Cameron, der Regisseur des Films Titanic, war bei seinem Muesumsbesuch überwältigt und staunte wörtlich: "Es ist echt phänomenal. Ein faszinierendes, spektakuläres Gebäude und darin die größte Titanic-Ausstellung der Welt".
 
Und da waren wir jetzt, dem Gebäude mit den auffällig reflektierenden Aluminium-Paneelen die die Wellen und das Eis heraufbeschwören, dem Gebäude welches mit seinen 27 Metern genauso hoch wie die Titanic vom Kiel zur Brücke war.

Nachdem wir über die Rolltreppe den Eingang erreicht hatten tauchten wir in diese lange vergangene Zeit so richtig ein. Thematisch beginnt der Rundgang mit dem Aufstieg Belfasts zur Leinenmetropole der Welt. Die Ausstellung zeigte die damalige Landflucht in die Stadt und die Arbeitsbedingungen in den Mühlen und Webereien. 

Jetzt wurde uns auch klar warum immer größere Schiffe geplant wurden. Es war die Hungersnot in Irland die eine Migrationswelle nach Amerika ausgelöst hatte.








Der Weg durch das Museum führte nach oben womit man eine sehr realistische Vorstellung von der Höhe der Titanic bekommt. 

Was erwartet uns jetzt hier ganz oben? Ist das eine Achterbahn? Reinsetzen und die schwebende Fahrt durch die Werft genießen.



Eine Reise zurück in die Zeit, begleitet durch die Geräusche vom Hämmern der Nieten, von deren 1 Million für das Schiff verwendet wurden.


Genial ebenfalls wie die Kabinen der First Class


der Second Class


und der Third Class



nachgebaut wurden.
 

Zur Info: Ein Ticket für die 3. Klasse mit einem Doppelstock Bett und eigenem Kissen konnte für 6 Pfund (= Monatslohn eines Werftarbeiters) gebucht werden. Migranten wählten diese Klasse für die Überfahrt.  
Die flächenmäßig größere 2. Klasse unterschied sich von der 3. durch einen Mahagoni-Schrank und ein Waschbecken, kostete aber mehr als das Doppelte.
In der 1. Klasse war jeder erdenkliche Luxus geboten und die Preise begannen ab 26 Pfund.




Imposant wie anschließend das Unglück inszeniert wurde. Das Drama nimmt seinen Lauf in einem Raum in dem man die Morsetechnik ausprobieren konnte und die letzten Funksprüche der Titanic an den Wänden verteilt beobachten konnte. Speziell der Funkspruch "Help, big Sister" verdeutlicht die Ausweglosigkeit und Dramatik.
 
Weiters wird gezeigt was für die Überlebenden und Hinterbliebenen unternommen wurde und wie die Chancen an Bord zu überleben verteilt waren. Reich und weiblich war die Kombination mit den besten Überlebenschancen. Logisch hatten männliche Angestellte oder männliche Passagiere der 3. Klasse die schlechtesten Chancen.

Beeindruckend auch der Raum mit der Auflistung der Verstorbenen und Überlebenden.




Ein optischer Traum der Kinosaal wo man einen Film auf einem Glasboden mit Unterwasseraufnahmen des Wracks bestaunen konnte.

Hier das Video dazu:  Klick

Diverse Fundgegenstände nach dem Untergang waren in diesem Saal ebenso zu sehen.





Keine Ahnung wie lange wir nun im Museum waren, aber irgendwann war der Ausgangsbereich erreicht mit der Möglichkeit ein Titanic-Film-Like-Foto zu knipsen.  😃


Kate Winslet(s) und Leonardo DiCaprio(s) in Action!




Fazit: Ein Museum der besonderen Art. Noch nie war ich selbst von einem Museum derart fasziniert. Gut nachzulesen im Blog zur Ausstellungskritik:  Klick


Am Weg runter zum Ausgangsbereich sind wir noch an der Ausstellung des Belfaster Künstlers Terry Bradley vorbei, in einem Raum der ein cooles Wohnzimmer abgeben würde.



Hm, dieses Gemälde habe ich doch schon im Hotel gesehen ... auf einem Tisch (siehe oben), jetzt auf einem Sofa ... 😲



Lässig!



Ein großer Traum von Anja ist somit erfüllt worden, aber auch für uns drei war dieser Museums-Besuch ein eindrucksvolles Erlebnis.

Nach einer Erquickung an Speis und Trank sowie einer kurzen Shopping-Tour im Titanic-Shop machten wir uns auf den Weg nach Belfast-City.

Vorher besichtigten wir, weil im Preis inbegriffen, noch die Nomadic, einem ehemaligen Tenderschiff der White Star Line.
 







Hat hier das Maskottchen den Vorsitz übernommen und referiert über die Rettung der Nomadic, wie sie restauriert und jetzt als letztes bestehendes Schiff der White Star Line sozusagen gerettet wurde?




Bei relativ frischem Wind spazierten wir dann den Lagan entlang



über die Lagan Weir Footbridge am ältesten Gebäude von Belfast vorbei,


vorbei am Custom House



zum Albert Memorial Clock Tower.



Nach einer kurzen Stärkung in einer Bäckerei machten wir uns auf den Weg ins Cathedral Quarter (oder waren wir schon in diesem Quarter?). 

Jedenfalls war unser Ziel das legendäre Pub "Duke of York" zu finden. Und Zack standen wir schon davor. Eigentlich heißt es, dass dieses Pub in der ältesten Straße der Stadt schwer zu finden ist. 

But not for us ... obwohl wir in die falsche Richtung gucken

Jedenfalls war dieses Pub sowas von sehenswert. Coole Leute, feine Hintergrundmusik und optisch ein Hammer.





Und natürlich schmeckte das Bier in dieser Location ausgezeichnet. Hier habe ich erstmals bei dieser Irland-Reise (und eigentlich überhaupt das erste Mal) ein Guinness getrunken ... viele weitere folgen.




Ob es auch von Manni das erste Guinness ist weiß ich nicht, das von Anja jedenfalls ... und es schmeckt ihr. 😂



Danach sind wir noch auf ein weiteres Bier ins "Dirty Onion". Natürlich nicht so cool, aber ok mit LIVE-DJ und man konnte im Freien konsumieren.

Tja, was nehmen wir denn?


Ok, diesmal ein Helles ... oops, ein Belgisches, kann passieren.







Danach hat es uns noch in eine Shopping-Straße verschlagen, vorbei an dieser echt lässigen Wandskulptur.



Der Plan von Manni war es ein Fußballspiel außerhalb von Belfast zu sichten. Anja gab für heute ob ihrer geplagten Füße auf und Gabi und mich verschlug es an die Bar unseres Hotels.
 

Später sind wir nochmals raus um den Hoteleingang


und das beleuchtete Museum, diesmal mit Schriftzug, abzufotografieren.



Tired ... Bedtime.



Tag 3 von Belfast nach Londonderry


In der Früh hat es so richtig in Strömen geregnet. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes, der Blick auf den Handy-Regenradar aber schon denn dieser fette dunkelblaue Fleck, sprich Starkregen, verzieht sich bald in Richtung Osten, also aufs Meer raus, und unsere heutige Route führt in Richtung Norden. 
 
Genauso war es, denn nach dem Frühstück am Weg vom Hotel zur Tiefgarage war es zwar noch Grau-in-Grau aber trocken.

Hier der Fotobeweis. Diese wunderschönen Morgan-Cabrios haben sich Oben-Ohne vor dem Titanic-Museum getroffen.





In Belfast würde es ja diese "Black Taxi Tour" geben wo man eben mit einem solchen durch das Viertel der Protestanten fährt und sich die Gegend incl. der vielen bemalten Hausgiebelseiten anschaut. 
Wo wir nun genau in unserem Auto herumgekurvt sind ist mir nicht bekannt, ist auch nicht so wichtig, ein paar Bilder davon gibt es aber.






Unser nächstes Ziel nach dem Verlassen der nordirischen Hauptstadt war "The Dark Hedges", eine imposante Buchenallee, die Schauplatz für eine Szene in Game of Thrones gewesen ist.

War gar nicht leicht zu finden. Die auf Straßenschildern angeschriebenen 10 Minuten bis zum Ziel blieben lange diese 10 Minuten ... komisch ... 
 
Egal, das Wetter war inzwischen wunderschön geworden, sieht man ja auch auf nachfolgenden Bildern.





Auf dem Fußweg zu den Dark Hedges. Irland in all seiner Pracht!



Ziel erreicht!








Noch zur Info. In GoT, Staffel 2, Episode 1 flüchtet Arya Stark von King's Landing über die Kings Road (= Dark Hedges).




Für mich als (ehem.) GoT-Fan war das ein Must-See, aber diese verwachsenen Bäume haben allen gefallen und waren somit jedenfalls den kleinen Umweg wert.

Nach Stärkung bei einem Cola und sonderbar schmeckenden Chips ging es weiter nach Ballycastle an der Nordküste Nordirlands.

Endlich sehen wir den nordatlantischen Ozean und die Klippen des Fair Head. Eindrucksvoll!



Am Bildhintergrund links die Insel Rathlin Island auf der es nur 70 Einwohner geben soll.



Gleich nach diesem Foto-Shooting sind wir zu unserem nächsten Ziel aufgebrochen, der Carrick-a-Rede, eine Mini-Insel die mit dem Festland über eine Hängebrücke (30 Meter über dem Abgrund) verbunden ist.

Cooler Parkplatz.  😏



Naja, 15 Pfund pro Kopf kommt mir schon etwas überteuert vor, für 1 Kilometer an der sehenswerten Küste entlanghatschen, dann diese Brücke rüber. Aber egal, den Adrenalinkick für das Maskottchen war es wert. 





Hier diese kleine natürlich unbewohnte Insel wo sich mehrere Vogelkolonien niedergelassen haben.

 



Ok, dann ist man auf dieser Insel und hat den gleichen, eher schlechteren Ausblick als am Festland.

Rathlin Island im Hintergrund


Der Weg zurück ...



Mutprobe bestanden und dafür gibt es einen Schluck Enzianschnaps.


Der Gesichtsausdruck am rechten Bild beweist den Geschmack dieses Hochprozentigen aus dem Allgäu. (Anm.: Der Rest des Flachmannes wurde später in Dublin entsorgt)

Boah, echt grausig ...

  😫


Noch ein Schnappschuss von Sheep Island am Rückweg.



Anja und Manni gönnten sich so ein Softeis im Eingangsbereich dieser Attraktion und schwärmten dermaßen, dass auch wir uns eines besorgten ... wow, war echt lecker!


Unser nächstes Ziel war der Giant's Causeway (Straße der Riesen).

Dieser besteht aus ca. 40.000 hexagonalen Basaltsäulen, die ca. 60 Millionen Jahre alt sind. Sie verschwinden hier im Meer und tauchen vor der schottischen Insel Staffa wieder auf.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir einen Parkplatz von wo wir schon ein Stückchen zum Meer runter spazieren mussten um dieses geologische Wunderwerk, welches zu einer UNESCO-Welterbestätte erklärt wurde, zu bewundern und dort ein wenig herumzusteigen.






ein Panorama


Gabi, Manni und ich (Anja plagte der Fuß, so fuhr sie mit dem Bus rauf) sind dann ca. 70 Höhenmeter einen Steig rauf auf die Anhöhe und kamen beim versteinerten Schuh des Riesen Fionn Mac Cumhaill vorbei, dessen Legende unten nachzulesen ist.  😄




Einst lebte der Riese Fionn mac Cumhaill mit seiner Frau Oonah in einer mächtigen Burg oberhalb der Küste. Fionn war im ganzen Land bekannt und jeder Mann vermochte zu wissen, wie kräftig der Riese war. Niemand kam somit in die Versuchung, Fionn zu widersprechen oder gar sich mit ihm anzulegen. Doch das störte den Riesen. Denn was nutzte es ihm, der kräftigste Mann des Landes zu sein, wenn er sich mit niemandem messen konnte?

So brach es eines Tages aus dem Riesen heraus und er schrie „Bin ich denn umgeben von lauter feigen gackernden Hühnern und erbärmlich auf dem Bauche kriechenden Würmern? Wo bist du, Krieger, der es wagt, sich in ehrlichem Kampf mit mir zu messen? Wag’ dich heraus aus deinem Erdloch und stelle dich zum Streit mit Fionn McCumhaill!“ Was er in diesem Moment allerdings nicht ahnte, war, dass er Antwort erhalten würde. Über das Meer hinweg schalten die Worte seines schottischen Nachbars Benandonner. Er forderte Fionn heraus und ein Streit entbrach.

So kam es, dass der irische Riese eines Tages damit begann, Felsbrocken aus der Küste zu brechen um diese zu riesigen Pfeilern zu formen. Er rammte sie in den Meeresgrund und baute sich so seinen Weg zur Isle of Man in Schottland. Dort angekommen erblickte Fionn den schlafenden Benandonner und traute seinen Augen kaum: Er war so riesig, wie selbst er es nicht zu glauben vermochte. Der Ire kehrte schnellstmöglich zurück, wo seine Frau Oonah ihn bereits empfing. Sie wickelte ihn wie ein Baby ein und legte ihn in das Bett. Als Benandonner über den Causeway nach Irland kam, und das Baby erblickte, war er voller Furcht. Wie groß vermag wohl der Vater dieses Kindes sein, wenn das Baby bereits so kräftig war? Benandonner kehrte nach Schottland zurück und zerstörte dabei den von Fionn McCumhaill erbauten Damm.




Oben am Hügel angekommen veränderte sich das Wetter, aber nur wolken- und lichttechnisch, denn Regen war weit und breit keiner in Sicht. 




Inzwischen hatten wir vom gebuchten Hotel in Londonderry einen Anruf erhalten, ob wir auch tatsächlich kommen werden. Manni und sein bestens gesprochenes Englisch beruhigten den Vermieter. Die versprochenen 75 Minuten bis zu unserer Ankunft konnten wir einhalten, dafür mussten wir aber leider das eingeplante Dunluce Castle auslassen.


Londonderry

Die mit 85.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Nordirlands und viertgrößte der Insel war recht übersichtlich und unser Hotel Jazz House in der steilen Straße (sind wir in San Francisco?) Lawrence Hill erreichten wir am frühen Abend.

Wir konnten uns die Zimmer für die eine Übernachtung aussuchen. Peter Gabriel wählte "Van Morrison" und Manni/Anja "Ella Fitzgerald".



Hier Bilder vom Van  "Brown Eyed Girl"  Morrison in einer Collage. 😉



Der Vermieter hat uns ein Speiselokal empfohlen welches leider überfüllt war. Ok, es war Samstag und irgendwie die Hölle los. Gerade noch einen Tisch haben wir in einem italienischen Lokal ergattert, die Pizzas und der Salat schmeckten sehr gut, Gabi's Lasagne nicht unbedingt.

Aber Hauptsache unsere Mägen waren gefüllt und so machten wir uns auf den Weg zur Waterloo Street und dem ebenso vom Vermieter empfohlenen Pub Pedar O'Donell's.

Ja was ist denn hier los. Sind wir am Ballermann gelandet? Was für ein Lärm und diese vielen teils in knappen Outfits gekleideten meist jungen NachtschwärmerInnen, bei Temperaturen wo wir unsere Jacken zugeknöpft hatten, die in Lokale oder Discos pilgerten, ließen uns ein schnelles Getränk in der Dungloe Bar konsumieren und dann nichts wie weg von dieser Waterloo Street, welche ihren Namen alle Ehre machte ...


... zur Trinity Bar. Lustig eingerichtet, später mit Live-Musik und grottenschlecht-komischen irgendwie selbstverliebten Tänzern.

Egal ein oder zwei Bierchen gönnten wir uns trotzdem, Anja natürlich nicht, sie entschied sich für einen Cocktail der angeblich alkoholfrei war.



Einen nicht ausgemachten Bier-Austrink-Wettbewerb habe ich haushoch verloren. 

Später noch ein leider etwas unscharfer Schnappschuss vor unserem Hotel in Londonderry.



Ein langer Tag an dem wir viel von Nordirland gesehen hatten ging zu Ende und man ist froh sich endlich in die Horizontale begeben zu können. Good night!




Tag 4 von Londonderry nach Dungloe


Wir hatten so irgendwie stillschweigend ausgemacht, dass wir die Halbinsel mit dem Malin Head auslassen und dafür keinen Stress haben aus Londonderry bald abzureisen.


Das gebuchte Frühstück im gleichen Haus, dem Teil der aber "The Lawrence" heißt, war sowas von genial und ist im Nachhinein zum besten Frühstück des Urlaubes gewählt worden. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern was das alles war, jedenfalls etwas mit Lachs und es schmeckte wirklich wunderbar. Wir waren richtig satt danach.

Bevor wir dann in die wahrscheinlich sonntagvormittags ruhigere Stadt reingingen noch dieses schöne Foto des (Jazz) Houses.



Auf dem Weg runter zum River Foyle fand das Maskottchen ein ihr lieb gewordenes Motiv auf einer Wand.



Ein paar Aufnahmen auf der relativ neuen Peace Bridge,



die bald wegen eines Marathons gesperrt wurde. Somit machten wir uns auf den Weg in dieses Gebäude im Hintergrund, der Guildhall (Rathaus mit neugotischer Fassade und schönen Fenstern).





Ein bisschen Spaß muss sein ....



Imposant der Raum mit dieser Orgel.



Anschließend und zugleich abschließend für Londonderry sind wir noch die alte Stadtmauer entlanggegangen, die tolle Ausblicke in die umliegende Landschaft ermöglichte.

Die Derry Girls





St. Columb's Cathedral




Nach diesem Rundgang holten die beiden Konditionswunder Manni and myself das Auto und sammelten  die Damen auf um uns auf den Weg in Richtung Letterkenny zu machen, vorbei an einen der vielen Roundabouts ... und raus aus Nordirland.



In dieser Kleinstadt haben wir eine Ehrenrunde gedreht und diese Outdoor-Waschmaschine entdeckt.  😂



Am Weg zu unserem nächsten Ziel, Dunfanaghy im hohen Norden, sind wir an den Ausläufern des Glenveagh-Nationalparks vorbei.

Jedenfalls wieder mal atemberaubend. Was soll man sagen, es ist einfach alles schön auf dieser Insel, überall Seen, Steilküsten, Gebäude. Man kommt aus dem Begeistert sein gar nicht mehr raus.

In Dunfanaghy angekommen konnten wir mal kurz diese Straße nicht passieren, eine Motorrad-Sternfahrt wollte einfach nicht aufhören. 




Danach haben wir uns einen eher grauslichen Kaffee gegönnt bei dem dann die super Idee geboren wurde ganz nördlich von hier die Halbinsel Horn Head anzufahren.

Vielleicht wäre hier unten am Bild der Kaffee besser gewesen. Zum Sitzen jedenfalls schöner bei diesen abgelegenen selbst hingestellten Minianhängern, die man immer wieder mitten in der Landschaft findet.



Zuerst sind wir zum Wild Atlantic Way Discovery Point gefahren. 






Gewaltig diese 180 Meter hohen Cliffs.


Einsteigen. Fahrma ummi zum Lookout-Point ...



... wo sich 2 Beobachtungstürme befinden.

Aus dem zweiten Weltkrieg ... (mit Tory Island im Hintergrund)


und aus der napoleonischen Zeit.



Ist das da unten die Imitation der Usain-Bolt-Jubelpose oder der Kampf von diesem extrem starken Wind nicht verweht zu werden?





Nochmals die gut 10 Kilometer entfernte Tory Island wo angeblich 150 Menschen wohnen.



Let's get back ... genug Wind abbekommen. 😖  Aber atemberaubend dieser Küstenabschnitt!

Jaja, diese Schafe, überall ... ob die auch von oben runterfallen? ... und irgendwo aufschlagen?



Weiter geht der Roadtrip in Richtung Westen, wieder mal an einem dieser unglaublich schönen Seen vorbei,



bis sich bei uns so etwas wie Hunger bemerkbar machte. In der Nähe der Magheraroarty Beach fanden wir



die Coll's Bar, wo wir uns an Fish 'n' chips labten. Zum Trinken für die im Auto hinten Sitzenden natürlich ein Guinness. Ähm, nicht ganz natürlich, denn für Gabi war es der erste Kontakt mit der irischen Gerste, die beim Brauen gemälzt und geröstet wird und somit für die dunkle Färbung des Bieres verantwortlich ist.



Der Weg zu unserem heutigen (voraussichtlichen) Übernachtungsziel Dungloe war schon noch ein Stück, trotzdem machten wir einen kleinen Umweg zum genial-schönen Wild Atlantic Way Discovery Point Cnoc Fola.








Wie atemberaubend schön es hier ist und überall verstreut diese Häuser. Wie muss es sein wenn man hier wohnt. Zu einsam? Zu abgelegen? Entspannend weil weit weg vom Rapoldi Park?





Wenige Kilometer entfernt bei Magheraclogher in einer Bucht liegt das Schiffswrack Bad Eddie, welches bei Ebbe einfach zu erreichen war.



Und wieder ein komplett anderes Wetter. Blauer Himmel, Sonne, warm.



Nützt aber nichts, wir müssen weiterfahren, haben wir ja die nächsten 4 Nächte kein Zimmer gebucht und so mussten wir jetzt jedes Mal per Handy auf die Suche gehen. Könnte stressig werden wenn man nicht zeitig damit anfängt.

Wir erreichten gegen abends die kleine Stadt Dungloe und fanden das Waterfront Hotel. Glück gehabt, wir haben 2 Zimmer bekommen, zu je € 149 incl. Frühstück mit wirklich schönen Zimmern (4-Sterne-Hotel) wo es auf der Terrasse so aussieht.


Später hatschten wir 


in die "City" und blieben im ersten Pub (McCafferty's Bar) hängen.

Davor aber noch dieses nette Bild ... copyright by Maskottchen!



So, nun die Bar mit nicht gerade sympathischer Bedienung und so-la-la-Essen aber optisch typisch irisch.  👌






Mit ca. 130 km war es eine lange Fahrt auf teilweise schmalen Straßen und das verlangt genug ab, natürlich erst recht den Fahrer. Somit sind wir bald mal zurück ins Hotel und haben dort diesen Hirtenhund "getroffen".



Ach ja, davor habe ich mal kurz diese Bar verlassen um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Ist halbwegs gut gelungen ...



Dungloe in der Abendsonne.



Und später dann vorm Hotel.



Dann im Hotel ... ein letztes Guinness (oder 2, also 4). 😁



Sleep well!

Ach ja, die heutige (ungefähre) Route fehlt ja noch.





Tag 5 von Dungloe nach Sligo


Das Frühstück im Waterfront war jetzt nicht gerade üppig, aber ausreichend. Ich habe mir erstmals  diese in Irland weit verbreitete und beliebte Speise aufs Teller legen lassen, genannt White Pudding (den es auch in Black) gibt. Dieses, naja nicht gerade aus gesunden Bestandteilen bestehende Frühstücksgericht, schmeckte echt lecker.

Bei der Abfahrt aus Dungloe war der Himmel noch etwas wolkenverhangen, lichtete sich aber bald und so wurde es ein richtiger sonniger Traumtag.

Wieder mal fällt hier im Blog das Wort "unglaublich" ... so schön einfach die Gegend von Dungloe in Richtung Süden auf der N56. Ich habe beim Autofahren nur zum Fenster rausgeguckt und diese baumlose Landschaft mit den unzähligen Seen bestaunt. (Tipp: Per google-street-view)



Unser erster Stopp nach überqueren der Gweebarra-Brücke war bei einem Aussichtspunkt wo der Gweebarra-River in den Nordatlantik fließt.





Etwas später nach dem kleinen Ort Ardara hat uns eine sehr schmale Straße entlang einer sehr tief ins Land reichenden Bucht ...



... zum als Sehenswürdigkeit gekennzeichneten Assaranca Waterfall geführt.



Ok ganz nett, aber Wasserfälle sind bei uns eindeutig spektakulärer.


Google-Maps zeigt die Maghera Beach als in der Nähe liegenden ansehenswerten Punkt an. Dann nichts wie hin, obwohl eine "Beach" in Irland? ... na mal gucken.

Und das war ein echtes Highlight, auch zu sehen an den Gesichtsausdrücken.



Eigentlich wollten wir die Caves of Maghera anschauen, was wir auch getan haben, aber die waren dann nebensächlich ob dieses wunderschönen weiten Strandes, der irgendwie an Fuerteventura erinnert.

Drei Euro bezahlten wir fürs Parken (gerne) und keine 5 Minuten später dann dieser erste Eindruck.



Es folgen jetzt einfach ein paar Bilder ....







💚



So, das da oben waren meine geknipsten Fotos. Nachfolgend nun jene von Gabi, der dieses interessante Foto aufgrund des Tipps eines herumstehenden seltsamen Fotografen gelungen ist.


ja, hat was ...


... und ein cooles Panorama-Foto.



In diese Caves hätte man reinschwimmen können, ist aber nichts für mich, habe vor kurzem so einen Film gesehen wo sie aus Höhlen nicht mehr rausgefunden haben ... *grusel*


Hier ein Foto von uns 4 ... ok, von Gabi und mir sieht man nur Schuhe.



Wie oben am Video zu sehen bin ich mit Gabi bis zum Wasser vorgelaufen und hier ist das Meer deutlich rauer. Auf Hinweistafeln wird gewarnt, dass der Wasserspiegel sehr schnell ansteigen kann. 
Haben wir selbst mitbekommen, zuerst nur auf Sand und kurz später waren wir bis zu den Knien im Wasser. Das mulmige Gefühl über nicht einschätzbare Wasserpegel ließ uns sehr bald den Rückzug antreten.



Trotzdem ... Freude pur sich in dieser wunderbaren Gegend aufhalten zu können ...



Wer kommt denn da angerannt.



Unglaubliche Weiten




Noch Zeit für ...



Fazit zu Maghera Beach: Ein wunderschöner Strand mit feinstem Sand, umgeben von hohen Bergen und spannenden Höhlen. Sicher ein Highlight unserer Irland-Reise.


Am Rückweg platzten wir noch in der Nähe von Ardara in ein Molloy-Wollgeschäft, wo Webstühle herumstehen, rein und fanden eine Kleinigkeit für Luca und Manni einen Wollpulli für den ich auch die Geldtasche gezückt hätte.
Alle preis-betrachteten Pullis danach, also in Galway und Dublin, waren fast doppelt so teuer.


Irland pur auf unserer Fahr in Richtung Inver, einem kleinen Dorf, auf unserem Weg nach Donegal das wir kurz nach Mittag erreicht hatten. Auf der Suche nach einem Platz für das Mittagessen fanden wir die Blue Castle Bar.



Natürlich wieder das inzwischen lecker schmeckende Getränk für die auf der Rückbank Sitzenden. 😁

  😁


Blue Castle Bar (hier waren die Snacks wirklich Top) wahrscheinlich deshalb, weil sie neben dem Donegal Castle und neben der Donegal Town Church of Ireland platziert ist.




Als Gruppe haben wir den Eintritt zum Castle vergünstigt erhalten, wie nett vom österreich-affinen Kartenverkäufer.




Zur Geschichte dieses Schlosses verweise ich auf einen Wiki-Artikel ... hier.




Richtig süße Leckereien gab es dann am Weg zum Auto ...



Wir mussten bald weiter denn zu unserem heutige Ziel Sligo waren es noch gut 60 Kilometer.

Bald hatten wir den Hauptplatz des Ortes Ballyshannon erreicht und knipsten vom Auto aus die Gedenkstatue von Rory Gallagher, den begnadeten Gitarristen und Sänger, 1948 hier geboren.



Danach stand ein Abstecher zu den Fairy Bridges in der Nähe des Tullan Strandes am neu erstelltem Programm.

Hier muss ich mal einwerfen, dass wir nie genau wussten wie wir fahren, wie weit wir kommen und somit war eine Vorausplanung schwer möglich. Am Trip suchten wir immer wieder in der Nähe liegende Must-See's und die haben sich meist ausgezahlt, wie auch diese tausenden Jahre alten Felsnadeln, die man bewandern kann.

Der Tullan Strand.




Und diese Fairy Bridges,




die weiter unten beim Meer auch richtig spannend sein können.




... in danger ... 😄


Anja nahm noch Platz auf diesem Wishing Chair. Was sie sich gewünschte hat bleibt (zumindest mir) unbekannt.




Auf der Weiterfahrt nach Sligo liegt dieser 527 Meter hohe Tafelberg Ben Bulben. 

Leider war es uns zeitlich nicht möglich näher hinzufahren, aber dieser während der Fahrt gelungene Schnappschuss entschädigt.



Bald erreichten wir die 20.000-Einwohner-Stadt Sligo und hatten beim ersten Versuch ein Hotel zu finden Pech. Google-Maps führte uns dann etwas außerhalb zum 4-Sterne-Hotel Clayton.




Hier in diesem fürstlich anmutenden Gebäude soll noch ein Zimmer frei sein und was wird das wohl kosten?  Die Mädls warteten gespannt draußen und als wir ihnen mitteilten, dass wir um 143 € Doppelzimmer bekommen haben war der Jubel groß.  > Juhuuu wir schlafen in einem Schloss <

Jetzt durfte auch der Fahrer.  😀





Nach einem ausgezeichneten Abendessen im Hotel gönnte man sich bei Nachthimmel und angenehmen Temperaturen (im September in Irland!) noch ein Gute-Nacht-Guinness.



Eine Collage von unserem Zimmer.


WtF ... *brrrrr*



Tag 6 von Sligo nach Achill Island


Verdammt war das eine kalte Nacht. Unser Zimmer kühlte dramatisch 😱 ab und wir mussten mit Fleecejacke, das Maskottchen sogar mit einer Mütze ins Bett. 
 
Am nächsten Morgen waren wir dann von den angenehmen Außentemperaturen, bei der Zigarette vor dem Frühstück, überrascht. Haben wir eine auf Frost gestellte Klimaanlage übersehen? Jedenfalls wärmten wir uns in Irland in der Früh im Freien auf. Haha, schräg.


Das Frühstücksbuffet im Clayton war richtig üppig und davon noch satt beschlossen wir mit dem Auto in Richtung Sligo-City zu fahren, dort zu parken und einen kleinen Stadtspaziergang zu absolvieren.

War echt nett hier in Sligeach (irischer Name und bedeutet Stadt der Muscheln, da die naheliegende Küste bekannt war am reichen Vorkommen an Schalentieren).






Nachdem ich hier im Foley's eine kleine Flasche Whisky und Anja im gegenüberliegenden Sportgeschäft die richtigen Socken für ihre schmerzenden Füße gekauft hatten, sind wir zum Auto um die Reise fortzusetzen.

So ungefähr verlief die Route an diesem Tag.




In der Nähe gab es diesen Dunmoran-Strand




und später das Easky Pear wo sich viele Surfer tummelten und


Kühe.





Hier befindet sich auch das O'Dowd Castle.







Zu Mittag wollten wir in Ballina sein ..... also nit so lässig dahinschlendern ... 😄


Ballina, die Metropole des Moy Valley im Nordosten des County Mayo in der Provinz Connacht, mit knapp über 10.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Mayo.

Warum hängen hier überall Bilder vom amerikanischen Präsidenten herum?

Google lässt uns wissen, dass Joe Biden zum Abschluss seines Irland-Besuchs heuer im April eine Rede in Ballina abgehalten hatte wo er sich von Tausenden feiern ließ indem er seine Heimatgefühle bekundete (Vorfahren Biden's stammen aus dieser Gegend).


Wir jedenfalls nahmen ein zweites Frühstück in einer Art Bäckerei in der Pearse Street ein (Kaffee war echt gut) und planten jetzt schon die nächste Nacht. Wenn wir auf Achill Island fahren, dann können wir uns nicht aufs Glück verlassen freie Zimmer zu finden, eh logisch ... ist ja eine Insel und von da müssen wir wieder zurück und nicht weiter ... oder so.

Jedenfalls konnte ich mich in meinen vorurlaublichen Recherchen an den Ort Keel erinnern und über Google fanden wir das Hotel Stella Maris. Per Mail zu kompliziert wegen der Antwortzeiten hat Manni dann dort angerufen und konnte dort 2 Zimmer ergattern. 

Zufrieden sind wir dann zurück zum Auto um unser nächstes Ziel anzusteuern, ein wahres Naturwunder, den Downpatrick Head mit der vorgelagerten gigantischen Felsnadel Dún Briste.

Dafür mussten wir wieder gut 30 Kilometer rauf auf die Nordküste, aber dieser Umweg lohnte sich allemal.

Am Weg dorthin kam mir so in den Sinn wie gefühlt lange es eigentlich schon her ist wie wir in Belfast waren. Verdammt, der Urlaub vergeht einfach zu schnell ... (sowas konnte mir im langweiligen Jesolo nie passieren)

Wir näherten uns dem



Schaut ja eh friedlich aus hier ...



Ab dem Parkplatz sind es gut 200 Meter bis zu diesem ersten Anblick.


Dieser gigantische Brocken der sich aus dem kühlen Atlantik erhebt ist der Brandungspfeiler Dún Briste, ca. 50 Meter hoch, mit den schön anzusehenden verschiedenfarbigen Gesteinsschichten und dem sanften Gras welches ihn bedeckt.
Man kann nachlesen, dass diese Felsnadel im 14. Jahrhundert plötzlich aus der Küste gebrochen sein soll und sich noch Menschen drauf befunden haben, die dann mit Seilen und Booten aus ihrer Lage befreit werden mussten. Ob das stimmt?

Aber genug geschrieben, jetzt sollen zahlreiche Bilder von diesem Highlight sprechen.


























Wie toll dieses Erlebnis war erkennt man an den happy faces.




Wie angenehm es doch für die geplagten Füße ist hier auf diesem weichen Gras zu schlendern ... daraus könnte gern die ganze Welt bestehen. *träum*



Imposant dann am Downpatrick Head diese Blowhole Poll Na Seantainne, welche etwas schwierig zu fotografieren war.


Ein etwa 30 Meter tiefes Loch in der Erde, in dem sich die Wellen des Atlantiks durch einen unterirdischen Kanal ihren Weg in Richtung Landesinnere bahnen. Das Wasser wird im Inneren des Lochs mit einer gewaltigen Kraft nach oben gedrückt, bis es sich seinen Weg zurück in das offene Meer sucht. 


Nochmals dieser Downpatrick auf unserer Weiterfahrt von der Ferne fotografiert.



Später sind wir durch den Wild Nephin Nationalpark durchgefahren, welcher durch die enormen Weiten und äußerst geringer Bewaldung sowie ohne irgendwelcher Gebäude, sicherlich bedingt dass es ein  Regenmoor ist, vom Auto aus faszinierend anzusehen war.

Hier ein paar Bilder die wir aus dem fahrenden Nissan geschossen haben.







Der wieder mal spannende Tag 6 neigte sich dem Ende zu und wir erreichten unser nächstes Ziel, Achill Island.  

Nachdem die Brücke zur Insel überquert wurde steuerten wir den Ort Keel an, dort wo wir unsere Unterkunft Stella Maris gebucht hatten, an der wunderschönen Keel Beach 



und dem Keel Lough.



Nach dem Einchecken spazierten wir zu den naheliegenden Pubs, mussten aber enttäuscht feststellen, dass dies eine Art Ferieninsel ist und eben genau diese Pubs nur am Wochenende offen haben.

Ok, rein ins Auto und so fuhren wir zur empfohlenen nördlich des Lough liegenden Pure Magic Achill Lodge um dort Hunger und Durst zu stillen.

Wir kauften abschließend noch 3 Flaschen Bier, die wir in unsere Unterkunft mitnahmen um uns im kleinen Wohnraum vor unseren Zimmern diesen Einschlafdrink zu gönnen. 👌



Gabi wollte noch eine rauchen und wir beide sind nochmals raus. Inzwischen war es dunkel draußen ... und überall diese Schafe ... über die zu stolpern und sie zu erschlagen haben wir vermeiden können.



Wieso werden Schafe erschlagen oder wieso fallen die von irgendwo runter und man wird erschlagen? Ich weiß es nicht. Vielleicht kommen wir da noch drauf. Und warum heißt der Blog wirklich IrishSchafschlag.
 
 
Diese Ruhe beim Einschlafen, herrlich... süße Träume.
                                                                                                                    .... was ist das denn?


Tag 7 von Achill Island nach Clifden


Bin irgendwie früh aufgewacht. Muß wohl von einem Schaf ge(alp)träumt haben. 
 
 
Wow, ein Sonnenaufgang. Wie wunderschön.
 



Wahrscheinlich wegen des zu frühen Aufwachens und nicht mehr richtig Einschlafens bin ich dann zur Frühstückszeit in diesem Stella Maris orientierungslos gewesen und war alleine im Frühstücksraum. Na endlich kamen die 3 von was weiß ich wo daher. 
Auch hier auf dieser Insel im lieblichen Hotel war das Frühstück zu unser aller absoluten Zufriedenheit.

"Über die Gartentüre kommt ihr direkt zum Strand" hieß es und vor der Abfahrt gönnten wir uns einen richtig coolen Spaziergang am Strand.




Wie man sieht war das Wetter (ausnahmsweise) an diesem Morgen nicht so schön, aber das gehört natürlich zu Irland und hat auch seinen Reiz.








Nach einem netten Gespräch mit dem Vermieter, dem wir mit unserer rechnungslosen Barzahlung wohl seine Zähne und den Maserati mitfinanziert haben (scherz), machten wir uns auf den Weiterweg. Wegen des Wetters befolgten wir nicht seinen Rat nach Westen zur Keem Beach zu fahren, obgleich es dort so schön ist, dass diese Bucht Kulisse für einen Film gewesen ist.




Daher fuhren wir genauso zurück wie wir gekommen waren und verließen die Insel wieder über die einzige Brücke.

Man kann nicht alle Discovery Points des Wild Atlantic Way's anschauen und somit fuhren wir doch eine längere Strecke bis zum Burrishoole Abbey, eines von 38 Dominikaner Klöstern in Irland welches am Ufer einer tiefen Bucht liegt und der Atlantik weit ins Land reicht. Heute dient diese verwunschene Ruine als Friedhof.

Das Wetter passte perfekt dazu und erzeugte diese beeindruckende Stimmung.

Warum aber davor ein Fotoshooting dieser unseltenen Tiere gemacht wurde weiß ich nicht ...



So, jetzt das Abbey.








Unerforscht bleibt wieso an solchen Orten Palmen wachsen. Muss man nicht in den Süden fahren um diese Pflanzen zu sehen?


Über Newport nach Westport und dann wieder in Richtung Westen, vorbei an einer weiteren Ruine, der Murrisk Abbey, führte uns der weitere Trip. Echt melancholisch eine solche zerstörte Abtei.




Kurzer Zwischenstopp dann in Louisburgh wo Gabi diese Fotos der St. Patrick's Church knipste





während Manni am nahegelegenen Sportplatz Trainingseinheiten für den typisch irischen Mischsport Fußball-Handball beobachtete.

In diesem Ort bogen wir nach Süden ab in Richtung Killary Fjord, der einzige Fjord von Irland und die Grenze zwischen den Grafschaften County Mayo und County Galway.

Auf dieser Straße R335 war wieder weit und breit kaum Zivilisation zu sehen, herrlich einsam diese Gegend. 

Diese Straße schlängelte sich später durch eine imposante Berglandschaft an diesem wunderschönen Doo Lough (See) vorbei.





Echt imposant, und warum steht hier ein Schaf herum?



Bald danach erreichten wir den Killary Fjord und jetzt wurde es spannend. 

Und jetzt echt: Warum heißt der Blog Irishschafschlag? 

😁


An der Küstenstraße entlang des Fjordes (eigentlich in Irland) waren überall Schafe, nicht nur auf der Straße, auch am Hang und nicht nur Autofahrer mussten höllisch aufpassen nicht eines zu überfahren bzw. von einem herabfallenden Kamikaze-Schaf getroffen zu werden. 

Deswegen wurde das Verkehrszeichen umbetitelt, denn eher vom Schaf als vom Stein wirst du getroffen, und deswegen wurde der Begriff SCHAFSCHLAG geboren, aus einem Versprecher des Maskottchens.


Dann am Ende des Fjordes besuchten wir den unimposanten Aasleagh Fall (beginnt vielleicht deshalb mit "Aas" weil am Weg zum Wasserfall ein totes Schaf lag, wahrscheinlich ein von irgendwo herunter gefallenes und aufgeschlagenes armes Ex-Schaf).
. 



Das danach kurzzeitige Verlaufen vom Maskottchen und mir und Wiederfinden mit dem Auto bleibt hier unerwähnt.

Leenaun heißt der bald folgende Ort an dem wir uns ein Getränk und ein kleines Mittagsessen in dieser Bar, die nichts mit Hamilton Bohannon zu tun hat, gönnten und die Guinness-Bier-neidischen Blicke der Rennradgruppe, die den Wild Atlantic Way (wahrscheinlich teilweise) abfährt, an uns abprallen ließen. Oder so ähnlich ...


Ein Kurzbesuch im naheliegenden Connemara Sheep and Wool Centre durfte nicht ausgelassen werden.

Noch ein kurzer Zwischenstopp kurz danach um den 16 Kilometer langen Fjord halbwegs aufs Bild zu bekommen.


Die für diese Gegend typischen Connemara Pony's haben wir zwar gesehen aber leider nicht fotografiert.


Wenige Kilometer später erreichten wir Kylemore Abbey. Die mit dieser gotischen Benediktinerinnenabtei verbundene Liebesgeschichte kann man hier nachlesen.  Klick
 



Pollacapall Laugh 


Wie zu erkennen besserte sich das Wetter langsam. Damit ist nicht der Regen (den gab es nicht) sondern die Wolkendecke gemeint.

Weiter gings. An Letterfrack vorbei steuerten wird die Cleggan Cliffs an. Habe ich am Handy als coolen Aussichtspunkt gefunden. Die Fahrt dorthin war aber wegen der schmalen Straße sehr abenteuerlich und endete abrupt mit Asphalt-Ende. Eine Weiterfahrt war wegen der überschwemmten Schotterstraße nicht mehr möglich. 

Bin dann alleine vorgelaufen um mit Gabi's Handy ein paar Aufnahmen von diesen Cliffs zu machen.


 
Mit einem Leihauto ist es nicht ratsam diese unbekannt tiefe Löcher zu durchfahren.


Schon wieder diese Schafe ... 👀






Ich sprintete zurück zu den anderen, ok ... ich probierte zu laufen ... eigentlich bin ich gegangen.

Die zurück- und weiterführende Straße blieb abenteuerlich, ebenso wie diese Irland-Fahne hier aufgestellt war.



Unser nächstes geplantes Ziel für die Übernachtung, die kleine Stadt Clifden, war nicht mehr weit entfernt. Eben weil es langsam später Nachmittag wurde und wir keine Zimmer reserviert hatten fuhren wir ohne Stopp zügig weiter.

Nach vergeblichen Versuchen in Hotels unterzukommen hatten wir später Glück, da uns die Rezeptionistin eines kleinen Hotels Koordinaten auf einen Zettel schrieb die wir in google maps eingaben und minimal außerhalb des Zentrums von Clifden eine Zimmervermietung fanden.

Endlich mal etwas Günstiges in Irland ... die Übernachtung kostete 70 Euros in diesem Haus


mit netten Zimmern (geräumig zumindest unseres).



Zufrieden, weil wir eine Schlafmöglichkeit gefunden haben (die letzte Nicht-Vorgebuchte, denn die nächsten 4 (leider letzten 4) Nächte waren vorgebucht), spazierten wir ins Zentrum um diese coole Kleinstadt, wo Musizieren in den Pubs gerne praktiziert wurde, anzuschauen.

Nach einer Stärkung bei Guinness-Bier in der EJ Kings Bar machten sich Anja und Manni auf den Weg in die Unterkunft während wir uns noch einen Abstecher in die Lowry's Bar gönnten.



Und erstmal in Irland haben wir einen Whisky konsumiert, einen 12 Jahre alten Redbreast, smoked.






Coole Bar ...




bei cooler traditioneller Musik.


To pay ...


Eher spät war es dann als wir heimwackelten und in diesem oben gezeigten Bett gut eingeschlafen sind.

Another great day!



Tag 8 von Clifden nach Galway


Gilt jetzt für mich: Gut geschlafen 😃

Die nette Vermieterin hat uns ein kleines Frühstück spendiert bei dessen Einnahme wir mit ihr etwas plauderten und sie uns die Empfehlung gab nochmals in Richtung Westen zu fahren, nämlich auf diese Sky Road. Die hatte ich eigentlich aufgrund von Internet-Recherchen am Radar, aber einen Extra-Umweg wollte ich ob der bisher vielen von Manni alleine gefahrenen Kilometer nicht vorschlagen.

Die Upper Sky Road wollten wir dann doch nicht auslassen und es hat sich jedenfalls ausbezahlt. Diese Panoramastraße führt mitten durch die raue Natur Connemaras und offenbart grandiose Aussichten auf den Atlantik und das umliegende Land und die vorgelagerten kleinen Inseln.
 









Der erste View-Point nach der Sky Road am Weg nach Galway war ein kleines Highlight, eine Pinieninsel mit den Bergen des Connemara National Parks im Hintergrund.



Bin dann üben den Steg auf die Insel rauf und hab ein Foto hinter dieser Insel geknipst.

Ich habe noch nie eine Landschaft gesehen mit so vielen Binnengewässern, eines schöner als das andere, alle unberührt. 😃





Zur Mittagszeit gönnten wir uns im Padraicins Seafood Restaurant mit Blick auf die atlantische Bucht (wieder mal) Fish & Chips oder Ähnliches.

Wenig später erreichten wir Galway und unsere vorgebuchte Unterkunft.



Oje ... oje ...  wohnen hier The Munsters? Allein schon die Kreuzspinne vor dem Eingang lässt diese Schlussfolgerung irgendwie zu.

Die wenigen Punkte in booking.com für dieses Dun Aoibhinn House sind aber jedenfalls gerechtfertigt. Nach all den schönen Hotels und Zimmern in denen wir die letzten Nächte verbracht hatten jetzt halt das, noch dazu für 2 Nächte. Galway ist teuer in Bezug auf Hotels oder sonstige Übernachtungsmöglichkeiten und eben dieses House ist eine billigere Variante ... nun wussten wir wieso.

Das Auto war abgestellt, das Zimmer vom überforderten Vermieter der auch Putzmann ist (sein sollte) noch nicht freigegeben. Egal, wir spazierten in die City von Galway, genau genommen in das Latin Quarter, dort wo die vielen Pubs sind und ganz schön Trubel herrscht, auch schon am Nachmittag.

Ich habe mir hier eine Vinyl gekauft, das Album "What's going on" von Marvin Gaye, musste dazu aber sanft überredet werden, denn 50 Euros und noch dazu diese Scheibe(n ... ist ja eine Doppel-LP) heimzubringen hinderten mich anfangs.
Warum kaufst dieses Album nicht auf CD, die ist kleiner und somit leichter zu transportieren. 😡
Warum? Na weil eine Vinylplatte eine höhere Klangqualität als eine CD hat. Bedeutet, dass das Tonsignal nicht in Datenpakete zerteilt ist. Somit sind die Unterschiede zwischen Laut und Leise größer und die gehörte Musik somit deutlich lebhafter.   ... so das musste auch mal gesagt werden. 💪  (ein Selbstgespräch?)

 
Irgendwann ist dieser Tag dann zu Ende gegangen und niemand freute sich auf das Bett.




Tag 8 Cliffs of Moher


Frühstück gab es auf unserer Bleibe sowieso keines und so machten wir uns an diesem Traumtag (blauer Himmel, feine 24 Grad) auf den Weg zu den teilweise senkrecht aus dem Ozean ragenden Klippen, ca. 75 Kilometer von Galway entfernt.

Im kleinen an der Küste liegenden Örtchen Kinvara machten wir einen Zwischenstopp und hatten richtig Glück. Hier war gerade ein Bauernmarkt und so holten wir das Frühstück nach mit ausgezeichnetem Kuchen und einem Cappuccino aus einer für einen Marktstand unüblichen Kaffeemaschine.




Um die Mittagszeit erreichten wir die Cliffs of Moher und wunderten uns über die Gestaltung des Eintrittspreises. 8 Euro pro Person, zu zahlen wenn man mit dem Auto in den Parkplatz einfährt. 
Schräg, drei davor aussteigen und vor dem Eingang warten wäre billiger gewesen ... LoL

Hier ist touristenmäßig ganz schön was los, aber kein Wunder bei diesem sensationellen Anblick.



Erwartungsgemäß waren wir für einen optimalen Blick auf die Klippen zu früh hier, denn die Sonne stand noch hinter den Felsen, also sind wir erstmal Richtung O'Brien's Tower gegangen.



Auf diesem Bild unten deutlich zu erkennen, dass die Sonne noch nicht optimal gestanden ist, aber egal, wir hatten den ganzen Tag an den Cliffs geplant.



Ich glaube jedes geschriebene Wort hier interessiert niemanden, somit (fast) nur Bilder.




Sind dann kurz auf den  O'Brien's-Tower rauf, dem Turm am höchsten Punkt der Cliffs.



Den vom Eingangsbereich nördlichen Teil waren wir schon teilweise (bis zum Endpunkt zu gehen war auf beiden Seiten eindeutig zu weit) abgehatscht und wir hatten noch Zeit und es war Mittag, somit gönnten wir uns einen Snack und ein Cola (ja das gibt es, kein Guinness diesmal für die im Auto hinten Sitzenden).


Das bin ich! Jemand der meinte sich in Irland wegen dieses meist kalten und regnerischen Wetters Halsschmerzen zuzuziehen. Die hatte ich dann auch, am wolkenlosen Traumtag an den Cliffs, aber nicht innerlich, sondern äußerlich. Wie das? Sonnenbrand, Gefahrenstufe mittelhoch, geholt dort auf einer Insel im hohen Norden.
Eine Sonnencreme hätte ich gebraucht, nicht all die warme und regenschützende Bekleidung die ich daheim wieder ungebraucht ausgepackt habe.

Passend jetzt ein kurzer Wetterbericht über unsere 11-tägige Irland-Reise.

Kalt bei der Ankunft in Dublin, bewölkt die Fahrt nach Belfast und der Tag im Titanic-Museum. Starkregen am Abreisetag aus Belfast der aber wenige Kilometer bei der Fahrt nach Norden aufhörte und durch azurblauen Himmel abgelöst wurde. Die nächsten Tage in Nordirland und dann Irland immer regenloses (und das war wichtig) Wetter bei meist blauem Himmel. Nur vereinzelt Wolken und nur kurze Spritzer die ich nicht als Regen bezeichne. Kurz ein Gewitter auf Achill Island. Später bewölktes Wetter in Dublin und Regen am Abflugtag ... was will man mehr.  😀


Nach dieser Stärkung sind wir in Richtung des südlichen Bereiches der Klippen spaziert und konnten nun vom Sonnenlicht her die besseren, also perfekten Bilder aufnehmen.





An einem Punkt war es mal möglich und nicht unbedingt gefährlich hinter die Absperrung zu steigen um noch einen besseren Blick zu erhaschen. Seit 1993 sind über 70 Menschen aus diesem Grund abgestürzt, das hatte ich im Hinterkopf, somit ging ich natürlich nicht zu weit in Richtung gähnenden Abgrund.





Jo volle schian dou ...


... und let's pose.



Wir waren dann noch kurz in den Shops, haben aber nur ein Poster abfotografiert. 😁



Inzwischen war es nach 15 Uhr, die Sonne stand schon weit im Westen, somit bestes Abendlicht und so beschlossen wir die Cliffs vom Schiff aus anzuschauen. Das passt zur gesamten Traumreise ... auch eine Schifffahrt gehört dazu! 😍


Handy-Help sei Dank haben wir gleich rausgefunden, dass die Boote ab dem Doolin Pier abfahren und wann die letzte Möglichkeit dazu war, denn je später desto besser.

In 15 Minuten waren wir mit dem Auto dort und hatten noch Zeit auf eine kleine Einkehr nachdem wir die Fahrkarten ( € 28 pro Person, das passt ) gekauft hatten.



Egal wo man in Irland ist, die Bars sind immer cool!


Etwas unlogisch war die Platzsuche am Schiff, aber das war dann eh egal. Stehen war für das Knipsen atemberaubender Bilder sowieso besser.















Ein absolutes Highlight war bei der Rückfahrt die Sichtung von einigen Delfinen.  💙



Ach ja, am Boot unterwegs vor der Küste Irlands. Hab mir eigentlich nie gedacht, dass ich a) in Irland sein werde und b) eben am Wasser vor der bekannten Kliffküste. 
 
G r e a t !


Rückfahrt nach Galway. Es dämmerte langsam und Hunger machte sich bemerkbar. Leider konnten wir in den Pubs des Örtchens Kinvara, wo wir frühstückten, keinen Platz ergattern. Die waren alle zum Wochenende hin komplett ausgebucht. Nützt nichts, wir mussten weiter und per google auf der restlichen Strecke ein Speiselokal finden.

Irgendwo an einer Kreuzung fanden wir dann die O'Donoghues Bar, bei gutem Essen, natürlich einem Bier für die im Auto hinten Sitzenden und vielen Spinnen (wäääh) die da oben im Gebälk herumkrabbelten.


Später im komplett Dunklen (Gratuliere Manni, jetzt dreifach schwer das Autofahren ... Links, Automatik und Nacht) erreichten wir Galway und unsere Bleibe (Hotel gilt hier nicht als Ausdruck).


Gabi und ich wollten uns noch ein wenig das Nachtleben im Latin Quarter geben. Nachtleben? Ok, also noch ein Bierchen trinken am späteren Abend.



Zuerst im Pub "Front Door" und danach im "Sally Longs" ...



... wo es aber optisch echt cool war.






Zu dieser doch gegenüber dem Vortag späteren Stunde war es in den Pubs schon richtig laut (Musik, Stimmenwirrwarr), eigentlich für uns zu laut und man stellt (wieder mal) fest, dass man gealtert ist aber noch nicht alt ist.
Nach 1 + 1 Guinness machten wir uns aber auf den Weg in die Bleibe um dort die letzte Nacht in Galway in diesem lt. Gabi feuchtem Bett, dem Zimmer mit dem geheimnisvollen Kamin, dem Loch im Boden und den zurückgelassenen Socken zu verbringen.

Trotz dieser Mysterien habe ich in diesen 2 Nächte recht gut geschlafen.



Tag 9 von Galway nach Dublin


Mutig wer duscht ... wir waren es, mussten wir doch dieses feuchte Bett vom Körper bringen. Hää, was? Keine Ahnung.


Jedenfalls verließen wir das Dun Aoibhinn House mit einem etwas unguten Gefühl, denn die Art wie der Vermieter die Abrechnung durchziehen wollte war nicht akzeptabel. Am nächsten Tag einigten wir und mit ihm per Whatsapp-Kontakt und überwiesen die Zimmermiete für die 2 Nächte.


Jetzt gleich direkt auf der Autobahn in die irische Hauptstadt rüberzubrettern ist langweilig und passt nicht zur bisher erlebten Reise. Und so beschlossen wir unterwegs Clonmacnoise und danach das Städtchen Athlone zu besuchen.

Bei der Shannonbridge, kurz vor Clonmacnoise, endlich der langersehnte Kaffee mit Kuchen.





Etwas später erreichten wir die eindrucksvolle Klosterruine Clonmacnoise.  



Zu viert ergatterten wir den Gruppenpreis, der es auf jeden Fall wert war.




Diese Ruine aus uralten Zeiten hat schon was Mystisches.







Anja, Manni und später ich verschwanden noch im Vortragsraum bei einem Video über die Geschichte dieser Klosterruine während das Maskottchen einen Blumenstrauß fotografierte, lt. ihr in künstlerischer ART.



So, weiter ging es ins wenige Kilometer entfernte Athlone auf einen kurzen Abstecher, den Ort Mitten im Herzen Irlands, so sagt man. 

Ein kurzer Spaziergang mit netten Eindrücken



und dem Ziel die älteste Bar der Welt aufzusuchen, die Sean's Bar,



in der wir natürlich einkehren mussten!




... und da war noch dieses Alien (muss seit dem Jahr 900 dort rumgeistern) ...



Neues Shirt mit dem Bar-Label. Schick 😎



Anschließend fuhren wir noch ins Einkaufszentrum von Athlone, wo wir uns aber nur einen schnellen Snack gönnten um bald danach ein Stück auf der Autobahn in Richtung des heutigen Ziels zu fahren.
Das Navi hat uns wahrscheinlich etwas zu früh - als Ziel wurde der Airport eingegeben - von dieser abgeleitet und wir sind dann teilweise recht eckig und irgendwann dann doch beim 4-Sterne-Carlton-Hotel, gebucht für die 2 letzten Nächte, angekommen.



Stopp genug ... die Stadt Dublin ist für morgen angesagt. Das Auto wurde an diesem Tag nicht mehr in Betrieb genommen.

Eben auch weil die Rooftop-Bar recht vielversprechend klang und wir dort einen Tisch fürs Abendessen buchten, welches allen auch ausgezeichnet schmeckte.



Direkt am Flughafen steht dieses Hotel mit grandioser Sicht auf die landenden Flugzeuge.



Nach ein paar Guinness (plus einem Baby-Guinness) freuten wir uns auf ein schönes Zimmer.




Von der heutigen Route gibt es keinen Screenshot. Ist eh klar, einfach gerade durch Irland und Ziel erreicht.

Aber was ist ein Baby-Guinness? Dieser Shooter hat nichts mit dem Guinness Stout zu tun, es schaut nur so aus wie ein winziges Glas Stout und besteht zu 3/4 Kaffeelikör und zu 1/4 Baileys.




Tag 10 Dublin


Das Zimmer hatten wir ohne Frühstück gebucht. Recht zeitig und ausgeschlafen (gilt jedenfalls für mich, denn außer diesem an einen Sandsack erinnernden Kopfpolster war es richtig fein in diesem Bett) sind wir mit dem Auto an diesem Sonntag in Richtung Dubliner Innenstadt gefahren.

Aber wo ist denn heute die Sonne? Bewölkter Himmel, wie ungewöhnlich. Positiv aber für mich und meinen Sonnenbrand am Hals, sowie für eine Stadttour und jedenfalls auch mal für eine andere Stimmung. 

Gar nicht einfach war es einen Platz für das Auto zu finden. Haben wir nach etwas längerer Suche dann in einem Parkhaus ... und vorweg: Die Kinnlade ist uns dann beim Abholen und Bezahlen schon runtergefallen. Glaube fast 50 Euro waren es für 7 Stunden.

Weiß gar nicht ob ich in diesem fast 2 Kilometer langen Aufsatz oben das schon mal erwähnt habe. Irland ist relativ teuer, Dublin ist teuer. Aber das war uns egal, besonders teure "Sachen" haben wir halt ausgelassen, so wie dieses Irish-Whiskey-Museum mit einem Eintrittspreis von € 35,-- p.P.
 

... so gut schmeckt das Zeug auch nicht ...


Zuerst ließen wir uns mal treiben, entlang dieser Art Hauptstraße ohne Namen (auf google-maps R137 bezeichnet) um dann links in die Temple Street zu gehen.

Gegenüber dem Irish Rock'n'Roll Experience Museum, wo ich eigentlich hinein wollte aber es wegen ungünstig zu buchenden Tickets nur bei der Außenansicht blieb, holten wir unser Frühstück nach, bei übertrieben großen nicht besonders schmeckendem Cappuccino.



Das ist nicht Larry Mullen der wissen will wohin Bono guckt ...



Danach sind wir durch die Gassen des Temple-Bar-Quarters gelaufen,




haben uns gewundert über die vielen orange gekleideten Menschen (= Holländer) die Gabi auf den Fotos ausblendete und Manni uns erklärte, dass an diesem Tag ein Quali-Spiel stattfindet, eben Irland gg. Holland, und


haben Lenny Kravitz auf der Ha'penny Bridge getroffen.




Danach war das Trinity-College dran auf unserer Besichtigungstour.

Inzwischen fiel etwas Nasses vom Himmel, ah ja, das ist Regen. Kurz unterstellen, dann teilweise endlich mal die Regenjacke im Einsatz, machten wir uns auf den Weg dorthin.





Die Trinity College Library wollte Anja nicht versäumen, ist hier doch dieses Book of Kells, die berühmte illustrierte religiöse Handschrift zu sehen.

Fotos davon zu machen war nicht erlaubt, wohl aber danach im ersten Stock in der Bücherei.



Sehenswert auch die Skulpturen verschiedener Dichter.



Am Gelände des Colleges ist auch das Kunstwerk des italienischen Bildhauers Arnaldo Pomodoro zu finden, die Kugel mit Kugel aus dem Jahr 1983.



Nach der Besichtigung des Trinity Colleges ein Novum, unsere Wege trennten sich ... nein, nein, ist nicht so dramatisch wie es klingt, bedeutet nur, dass Anja und Manni sich eine Sightseeing-Tour mit einem Doppeldeckerbus gegönnt haben und Gabi und ich umsonsterweise zurück zum Rock-Museum sind, und dort wieder zu hören, dass an diesem Tag keine Tour mehr buchbar war.

Egal, dann tauchen wir in die berühmte Temple Bar ein 


um dort mit Lenny auf ein Guinness zu gehen.



Absolut geile Bar mit Live-Musik.   -->  klick

Geil aber ganz schön teuer. 9 Euro für ein Bier haben wir noch nie bezahlt (wuascht) und jedes Mal wird einem das Mit-Karte-Zahl-Gerät vor die Nase gehalten (nit-wuascht), egal wie hoch die zu begleichende Summe ist.

Danach sind Gabi und ich bis zum vereinbarten Zeitpunkt des Wiedertreffens noch ein wenig auf eine Shopping-Tour, logisch auch in einen Guinness-Laden


und in diverse Irish-Wool-Shops.


Wiedersehen ... Juhuu, wir waren ja schon fast einsam. 😂


Inzwischen war es zeitlich schon später Nachmittag und mit nur einem pickigen Kuchenstück im Magen stellte sich doch ein richtiger Appetit ein.

Der Vorschlag von mir ins Thunder Road Cafe (warum Cafe?) zu gehen wurde angenommen und hat sich nicht nur optisch gelohnt. Das bestellte Essen war für alle ausgezeichnet.

Nachstehend ein paar Fotos von diesem coolen Pub (ja genau "Pub", nicht Cafe).





So, danach zurück zum Auto, der schon erwähnte Schreck beim Automaten der Tiefgarage und zurück fuhren wir wieder in unser Hotel am Flughafen, wo wir uns in der Roof-Top-Bar einfanden und später dieser unabsichtliche Film entstand.



Die Freude auf eine entspannende Nacht in einem gemütlichen Zimmer nach einem eher anstrengenden Großstadtbesuch trübte der Gedanke, dass dies die letzte Nacht in diesem wunderbaren Land sein wird, jedenfalls für diesen Urlaub.

Und dann war da noch diese Fußballwette auf den Ausgang der Spieles Irland gegen Holland die überraschenderweise das Maskottchen vor Manni (!) gewonnen hatte. Der Sprinter wurde abgeschlagen dritter.



Tag 11 Heimflug



Erstmals ein richtig nasser Tag, es schüttete ................ (nicht nur Tränen).

Zusammenpacken, aus checken, rein ins Auto und hin zu Sixt um den treuen Nissan zurückzugeben, ohne irgendeiner Beule ... und wenn ich es in dem besagten 2-Kilometer-Text oben schon mal erwähnt habe ... Danke an Manni der all die 1.750 Kilometer ohne irgendein Problem alleine gefahren ist und ich als eingetragener Zweitfahrer zum Glück nie hinters Lenkrad musste.

Mit dem Sixt-Bus wurden wir zum Flughafen gebracht um dort die Zeit bis zum Flug bei einem gemütlichen und auch guten Frühstück und später in den Duty-Free-Shops zu verbringen.

Abflug ... Zwischenlandung in Frankfurt (WtF was für eine Hitze) ... (Umsonst-)Sprint zum nächsten Terminal ... und Rückflug - wussten wir länger gar nicht - über das Oberinntal
 



nach Innsbruck.

Die vor 11 Tagen deaktivierte Aviophobie des Maskottchens wurde leider teilweise wieder aktiviert. Warum? Worte wie "wir landen ja auf der Straße" beim Anflug auf Frankfurt und Worte wie "da fliegt ja ein Anfänger und es rattert so komisch" (by Anja) sowie "wir landen am Bauhaus" beim spannenden Anflug auf Innsbruck, waren wohl der Auslöser.

Aber dank Mannis Retro-Hartschalenkoffer sind wir an diesem 11. September sicher auf Tiroler Boden gelandet.


Und jetzt hieß es Abschied nehmen, aber ein Treffen und Quatschen über diese tolle Urlaubsreise war ja sowieso schon längst geplant.


*** Ende ***


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